Entwicklung der Maisbestände fortgeschritten – regional Frostschäden
Anhaltend frühsommerliche Temperaturen um Pfingsten herum begünstigten einen schnellen Start der jungen Pflanzen. Der Feldaufgang war häufig bereits nach 6 - 8 Tagen zu beobachten.
Früh gesäte Bestände haben so inzwischen bereits das 5 bis 8 - Blattstadium erreicht (EC 15 - 18).
Regional (in Niedersachsen und Schleswig-Holstein) traten nachfolgend in der ersten Hälfte der 21. KW (19. - 21. Mai) Nachtfröste bis ca. - 3 0 C auf!
Insbesondere in offenen Lagen sowie Senken und „Kältelöchern" führten diese häufig zu einer starken Schädigung der jungen Maispflanzen. So sind in zahlreichen Beständen ca. 10 - 25 % der Pflanzen stark geschädigt. Hierbei sind die jungen Blätter meist komplett abgefroren.
Für zusätzlichen Stress der Pflanzen führten auch die, teils in diesem Zeitraum mit hohen Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperaturen, durchgeführten Herbizidmaßnahmen. Insbesondere die Anwendung von Sulfonylharnstoffen zur Gräser- und Hirsebekämpfung sowie blattaktiver Mittel, kann die jungen Maispflanzen zusätzlich in ihrer Entwicklung beeinträchtigen.

