Entwicklung der Maisbestände fortgeschritten – regional Frostschäden


Nachdem in einigen Regionen Deutschlands die Maisaussaat in diesem Jahr erst vergleichsweise spät beginnen konnte (siehe Newsbeitrag vom 06. Mai), führten die dann anhaltend gute Witterung einerseits, sowie die hohe Schlagkraft der Betriebe und Lohnunternehmer andererseits, zu einem zügigen Bestellen der Flächen und Abschluss der Aussaat ca. in der 19 KW. Lediglich nach Vornutzung von Grünschnittgetreide oder Grassilagebereitung dauerte die Maisaussaat als Zweitfrucht in den letzten Tagen noch an.

Anhaltend frühsommerliche Temperaturen um Pfingsten herum begünstigten einen schnellen Start der jungen Pflanzen. Der Feldaufgang war häufig bereits nach 6 - 8 Tagen zu beobachten.

Früh gesäte Bestände haben so inzwischen bereits das 5 bis 8 - Blattstadium erreicht (EC 15 - 18).

 

Regional (in Niedersachsen und Schleswig-Holstein) traten nachfolgend in der ersten Hälfte der 21. KW (19. - 21. Mai) Nachtfröste bis ca. - 3 0 C auf!

Insbesondere in offenen Lagen sowie Senken und „Kältelöchern" führten diese häufig zu einer starken Schädigung der jungen Maispflanzen. So sind in zahlreichen Beständen ca. 10 - 25 % der Pflanzen stark geschädigt. Hierbei sind die jungen Blätter meist komplett abgefroren.

Für zusätzlichen Stress der Pflanzen führten auch die, teils in diesem Zeitraum mit hohen Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperaturen, durchgeführten Herbizidmaßnahmen. Insbesondere die Anwendung von Sulfonylharnstoffen zur Gräser- und Hirsebekämpfung sowie blattaktiver Mittel, kann die jungen Maispflanzen zusätzlich in ihrer Entwicklung beeinträchtigen.