Maisaussaat 2008 bundesweit fast abgeschlossen!


Nach der vergleichsweise sehr frühen Maisaussaat 2007, ausgelöst durch hohe Temperaturen und die gute Befahrbarkeit der Böden, stellt sich die Situation in 2008 deutlich anders dar.
Anhaltende Niederschläge und niedrige Temperaturen bis weit in den April hinein haben nahezu bundesweit die Erwartungen an eine wiederum sehr frühe Aussaat des Maises enttäuscht.

Gerade in den Regionen Deutschlands, in denen typischerweise die Maisaussaat früh startet, wie in den klimatisch günstigen Flusslagen des Rheingrabens und des Rotttales, konnte die Aussaat aufgrund der Nässe erst vergleichsweise spät (18. KW) beginnen.
Die Situation in Ostdeutschland stellte sich ähnlich dar. Auch hier setzte die Maisaussaat überwiegend erst mit Beginn der 18. KW ein und dauert in diesen Tagen noch an.
Dagegen begannen Landwirte in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf abgetrockneten Flächen bereits in der 16. KW vermehrt mit der Aussaat.
Aufgrund der inzwischen deutlich gestiegenen Luft- und Bodentemperaturen ist vielerorts ein sehr zügiger Feldaufgang zu beobachten. Bereits nach 6 - 8 Tagen ist das Spitzen der jungen Pflanzen zu beobachten und es stehen die ersten Bestände in Reihe.
Die gute Anfangsentwicklung dieser Bestände wird derzeit durch die stabile Hochdruck - Wetterlage mit fast sommerlichen Temperaturen begünstigt. So ist auch weiterhin mit guten Feldaufgängen zu rechnen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Wasserversorgung nicht abreißt.

Lediglich auf schwereren Böden, auf denen die Zerkleinerung grober Kluten bei der Saatbettbereitung nur unzureichend war, ist mit verzögerter Keimung und verspätetem Feldaufgang zu rechnen.

Auch in diesem Jahr zeigt sich wieder, dass sich die Maisaussaat nicht nur nach dem Kalender zu richten hat, sondern vielmehr die örtlichen Witterungs- und Bodenbedingungen über den Saattermin entscheiden. Eine frühe Aussaat ist zwar grundsätzlich anzustreben aber nicht in jedem Fall umzusetzen!

Insofern wird bereits schon jetzt wieder deutlich: Kein (Mais-) Jahr ist wie das Andere.