Vermehrung von Hybrid-Saatmais in Deutschland
Die Hybridisierung des Maises sowie seine besondere Blütenbiologie stellen besondere Ansprüche an die Saatgutproduktion.
Mais ist zwar wie Roggen ein Fremdbefruchter, jedoch ist die Blüte im Gegensatz zu allen übrigen bei uns angebauten Getreidearten einhäusig - getrenntgeschlechtlich (monözisch). In den Rispen werden die zur Befruchtung erforderlichen Pollenkörner erzeugt. Die weiblichen Geschlechtsorgane bilden die Kolben, die aus den Blattachseln herauswachsen. Von jedem Fruchtknoten geht ein langer Narbenfaden (Seide) aus, der die Pollen aufnehmen kann. Keimt ein Pollen auf einem Narbenfaden findet die Befruchtung statt und es wird ein Maiskorn ausgebildet.
Mais ist zwar wie Roggen ein Fremdbefruchter, jedoch ist die Blüte im Gegensatz zu allen übrigen bei uns angebauten Getreidearten einhäusig - getrenntgeschlechtlich (monözisch). In den Rispen werden die zur Befruchtung erforderlichen Pollenkörner erzeugt. Die weiblichen Geschlechtsorgane bilden die Kolben, die aus den Blattachseln herauswachsen. Von jedem Fruchtknoten geht ein langer Narbenfaden (Seide) aus, der die Pollen aufnehmen kann. Keimt ein Pollen auf einem Narbenfaden findet die Befruchtung statt und es wird ein Maiskorn ausgebildet.
Um bei der Saatgutproduktion Sortenreinheit zu gewährleisten, ist es erforderlich, den Anbau in sogenannten Isolierparzellen, unter Einhaltung der vorgeschriebenen Mindestabstände durchzuführen. Um diese Isolierparzellen in ökonomisch vertretbaren Größenordnungen in der klassischen Landwirtschaft zu integrieren, ist neben einem hohen logistischen Aufwand, eine hohe Bereitschaft der betroffenen Landwirte innerhalb einer Vermehrungsregion zur Solidarität erforderlich, da alle maisanbauenden Landwirte dieser Isolierparzelle sich an der Vermehrung der gleichen Sorte beteiligen müssen.
Es gibt nur wenige Regionen in Europa, die aufgrund ihrer Klimabedingungen sowie der landwirtschaftlichen Infrastruktur günstige Voraussetzungen für die Saatmaisproduktion bieten.
Die einzige, zur Saatmaisproduktion geeignete Region in Deutschland ist der obere Rheingraben zwischen Karlsruhe und Basel. Dieses Gebiet wird auch als die „Toskana Deutschlands" bezeichnet. Hier beginnt der Frühling etwa zwei Wochen früher und verweilt der Herbst etwa zwei Wochen länger als im übrigen Bundesgebiet.
Es steht also eine ausgesprochen lange Vegetationsperiode mit reichlich Sonnenscheinstunden und Wärmesummen von ca. 1800 - 2000 Grad Celsius zur Verfügung. Nur unter diesen Bedingungen sind bei der Saatgutproduktion sichere und hohe Qualitäten zu erzielen.
Die einzige, zur Saatmaisproduktion geeignete Region in Deutschland ist der obere Rheingraben zwischen Karlsruhe und Basel. Dieses Gebiet wird auch als die „Toskana Deutschlands" bezeichnet. Hier beginnt der Frühling etwa zwei Wochen früher und verweilt der Herbst etwa zwei Wochen länger als im übrigen Bundesgebiet.
Es steht also eine ausgesprochen lange Vegetationsperiode mit reichlich Sonnenscheinstunden und Wärmesummen von ca. 1800 - 2000 Grad Celsius zur Verfügung. Nur unter diesen Bedingungen sind bei der Saatgutproduktion sichere und hohe Qualitäten zu erzielen.
Um qualitativ hochwertiges Agromais-Saatgut produzieren zu können, werden über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus weitergehende Anforderungen an die Vermehrer sowie die VO - Firmen (Vermehrer - Organisationen), bzw. Saatgutaufbereiter gestellt.
So wird gewährleistet, dass der Agromais-Kunde immer technisch und genetisch hochwertiges Saatgut erhält.
So wird gewährleistet, dass der Agromais-Kunde immer technisch und genetisch hochwertiges Saatgut erhält.
Da in der Hybridmaiszüchtung und in der anschließenden Saatgutproduktion mit Inzuchtlinien gearbeitet wird, sind die (Korn-) Erträge bei der Saatgutvermehrung nicht mit denen im "Konsumanbau" zu vergleichen.
Bei der Vermehrung sind die Erträge wesentlich geringer, da erst im anschließenden Konsumanbau der fertigen Hybride durch den Endkunden (Landwirt) der gewünschte Heterosiseffekt zum Tragen kommt. Er ist entscheidend für den Leistungsvorsprung, den moderne Maishybriden erreichen. Zudem geht ca. 1/3 der Fläche ungenutzt verloren, da diese für den Bestand der bestäubenden Vaterlinien zur Verfügung stehen müssen, die als Saatgut nicht geerntet werden.
Bei der Vermehrung sind die Erträge wesentlich geringer, da erst im anschließenden Konsumanbau der fertigen Hybride durch den Endkunden (Landwirt) der gewünschte Heterosiseffekt zum Tragen kommt. Er ist entscheidend für den Leistungsvorsprung, den moderne Maishybriden erreichen. Zudem geht ca. 1/3 der Fläche ungenutzt verloren, da diese für den Bestand der bestäubenden Vaterlinien zur Verfügung stehen müssen, die als Saatgut nicht geerntet werden.
Heutzutage haben im Wesentlichen zwei Hybridformen eine Marktbedeutung:
Die Einfachhybride (single-cross) und die Dreiweghybride (three-way-cross).
Beim Anbau der Inzuchtlinien zur Saatgutproduktion werden Vaterpflanzen und Mutterpflanzen meist im Verhältnis zwei Reihen zu vier Reihen nebeneinander angebaut. Um die gezielte Befruchtung der Mutterpflanzen sicherzustellen und Eigenbestäubung zu vermeiden, ist das rechtzeitige Entfahnen der Mutterpflanzen vor ihrer Blüte zwingend erforderlich. Dies geschieht auch heute noch häufig in aufwändiger Handarbeit. Hierbei werden die Fahnen (Rispen) der Mutterpflanzen aus der Pflanze herausgezogen. Werden hierzu Maschinen eingesetzt, ist es dennoch erforderlich im Nachgang die Bestände „per Hand" zu kontrollieren.
Das Entfahnen muss innerhalb kürzester Zeiträume geschehen. 120 - 140 Std./ha Handarbeit sind hierzu erforderlich! Über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen müssen hierfür ausreichend Arbeitskräfte (ca. 1,5 AK/ha) zur Verfügung stehen.
Das Entfahnen muss innerhalb kürzester Zeiträume geschehen. 120 - 140 Std./ha Handarbeit sind hierzu erforderlich! Über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen müssen hierfür ausreichend Arbeitskräfte (ca. 1,5 AK/ha) zur Verfügung stehen.
Diese aufwendigen Maßnahmen machen die Maisvermehrung zu einer Sonderkultur, die vom Vermehrer ein hohes Maß an ackerbaulichem Know How und Disziplin sowie Interesse an der Kulturart Mais erfordern.

