Mit Mais gegen den Treibhauseffekt


Der Anbau von Maissorten, die das Sonnenlicht besonders gut reflektieren, könnte dazu beitragen, den Treibhauseffekt abzumildern.

Britische Wissenschaftler haben nach Angaben des Deutschen Maiskomitees (DMK) ermittelt, dass der systematische Anbau von entsprechend geeignetem Getreide im Sommer zu einer Absenkung der Durchschnittstemperatur von mehr als 1°C in den USA und großen Teilen Europas führen kann.

Demnach reflektieren Nutzpflanzen mehr Sonnenlicht als die natürliche Vegetation. Dass sich Maissorten in ihrer Reflektivität sehr stark voneinander unterscheiden, liege an der unterschiedlichen Blattanordnung am Stängel, der Zahl der feinen Haare auf der Blattoberfläche sowie der Wachsschichtdicke. Je dicker diese Wachsschicht sei, desto mehr Sonnenlicht könne reflektiert werden.

Dahingehend sollten die wichtigsten Nutzpflanzen untersucht werden. Möglicherweise könne man durch züchterische Weiterentwicklungen der Wachsschicht diesen Effekt verstärken.

Zudem deuteten die ersten Untersuchungen darauf hin, dass Sorten, die die Sonneneinstrahlung besonders gut reflektierten, bei hoher Sonneneinstrahlung einen besseren Ertrag erzielten. Diese Sorten wiesen wahrscheinlich aufgrund der dickeren Wachsschicht einen optimierten Wasserhaushalt auf.
Quelle: AGRA-Europe 6/09