Maiswurzelbohrer: Bekämpfung nach EU-Quarantänerecht angelaufen
Am Freitag, den 31. Juli 2009 hat das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium die nach EU-Quarantänerecht vorgeschriebenen Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Maiswurzelbohrers eingeleitet. Hierzu wurden betroffene Flächen innerhalb ausgewiesener Zonen in etwa 1 Km bis 2 Km Radius um den Fundort des Käfers mit einem bienenungefährlichen Insektizid behandelt.
Derzeit müsse davon ausgegangen werden, dass in diesem Jahr Maiswurzelbohrer sowohl über die Verkehrswege eingeschleppt worden seien, als auch aus Eiern letztjährig eingeschleppter Käfer stammen.
Das Ministerium erinnert daran, dass in den vergangenen 14 Tagen in den Landkreisen Konstanz und Lörrach sowie vor allem im Ortenaukreis im Rahmen einer breit angelegten Überwachungsaktion Maiswurzelbohrer in speziellen Lockstofffallen gefangen worden seien. Insgesamt habe man bislang 55 Maiswurzelbohrer, davon jeweils sieben im Raum Singen und Lörrach sowie 41 Käfer in der Ortenau, gefunden.
Der Maiswurzelbohrer sei in der EU als Schädling für den Mais mit Quarantänestatus eingestuft. Das bedeute, dass der Käfer zwingend bekämpft werden müsse.

