Energiemais- Stand der Züchtung


Insbesondere die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) im Jahr 2004 führte zu einem massiven Ausbaus des Biogassektors, in dessen Folge eine stetige Ausdehnung der Anbauflächen für die Produktion von pflanzlichen Substraten zu Biogaserzeugung stattfand. Der Mais, der Silage, ist dabei mit einem Anteil von über 80% der eingesetzten Substrate die wichtigste Kultur.

Flächenentwicklung von Energiemais

Von 2004 bis 2009 steigt die Maisanbaufläche in Deutschland für die Erzeugung von Biogas von 4.000 ha auf etwa 375.000 ha (Quelle: DMK). Auf Grund eines weiteren massiven Ausbaus des Anlagenbestandes wird erwartet, dass 2010 weitere 100.000 ha Maisanbaufläche hinzukommen. Die Gründe für die Vorzüglichkeit von Mais zur Biogaserzeugung sind vielfältig: hervorragende Massenwüchsigkeit, eine gute Gasausbeute, etablierte Produktionsverfahren, ausgezeichnete Silier- und Lagereigenschaften und auch die kostengünstige Erzeugung von Mais im Vergleich zu anderen Kulturen sind die wichtigsten Argumente.

Energiemais - wozu ?

Die Bereitstellung von Gärsubstraten ist ein wesentlicher Kostenfaktor in der Biogasproduktion. Die Steigerung der Flacheneffizienz ist vor dem Hintergrund knapper Flächen, steigender Produktionskosten und fixer Einspeisungstarife wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg. Unter anderem durch die Auswahl geeigneter Kulturen und Sorten hat der Energiepflanzenanbauer einen entscheidenden Einfluss auf diese Kostenfaktoren. Bisher werden vor allem Silomaissorten, die für die Tierfütterung entwickelt wurden, als Substrat für die Biogaserzeugung eingesetzt. Die Bereitstellung von Biomasse für die Energieproduktion stellt andere Anforderungen an die Maispflanze als die Tierfütterung.