Neue Möglichkeit zur Drahtwurmbekämpfung im Mais


Für 120 Tage (seit dem 16. März 2010) ist das Feingranulat Santana (Spiess-Urania) zur Drahtwurmbekämpfung im Mais zugelassen. Dies gilt jedoch ausschließlich in den Bundesländern Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und ist an strenge Auflagen gebunden.
Santana ist ein insektizidhaltiges Bodengranulat mit dem Wirkstoff 0,7% Clothianidin, welches bei der Aussaat mit einem Mikrogranulatstreuer appliziert wird. Es soll eine gute und nachhaltige Wirkung gegen beißende Insekten haben und wirkt als Kontakt- und Fraßgift.
Die Auflagen zur Anwendung von Santana sind in einer Allgemeinverfügung der Landwirtschaftskammer niedergelegt (www.lwk-niedersachsen.de). Dazu gehören unter anderem Regelungen zum Kauf des Präparates sowie Auflagen zur Ausbringung.
Eine kurze aber nicht vollständige Übersicht geben folgende Ausführungen.

Anwendungstechnik:
Santana wird bei der Maisaussaat mit einem dafür zugelassenen Feingranulatstreuer ausgebracht.
Die aktuelle Liste dieser Geräte ist auf der Homepage des Julius Kühn-Instituts (www.jki.bund.de/Granulatstreuer.html) einzusehen.

Anwendungsbestimmungen:
Die Anwendung kann nur mit Berechtigungsschein der zuständigen Landesbehörden erfolgen.
Das Granulat muss vollständig in den Boden eingearbeitet werden und unmittelbar in die Saatrille ausgebracht werden. Der Fahrer hat sich davon zu überzeugen, dass tatsächlich sämtliches Granulat mit Erde bedeckt ist. Nach der Ausbringung an der Bodenoberfläche verbleibende Granulatkörner sind in einem weiteren Arbeitsgang einzuarbeiten. Keine Ausbringung bei Wind mit Geschwindigkeit über 5m/s. Imker, deren Bienen sich im Umkreis von 60m befinden, sind spätestens 48h vor Beginn der Anwendung zu unterrichten.


Aufwandmenge:
max. 7kg/ha