Mais leidet regional unter Trockenheit und starker Hitze!
Nachdem die Maisbestände in Schleswig-Holstein in den Monaten Mai und Juni mit ungewöhnlicher Kälte zu kämpfen hatten, leiden die Bestände seit ca. zwei Wochen unter extremer Hitze, starker Sonneneinstrahlung und inzwischen weitgehend aufgezehrten Bodenwasservorräte!
Immer häufiger sind seit einigen Tagen nicht nur Zuckerrübenbestände mit schlaff am Boden liegenden Blättern oder zunehmende Trockenschäden im Weizen zu beobachten sondern auch viele Maisbestände, deren Pflanzen mit eingerollten Blättern Wassermangel und Hitzestress signalisieren. Das Einrollen der Blätter stellt dabei eine natürliche Schutzreaktion der Pflanzen dar, die so die Wasserabgabe über die Spaltöffnungen reduzieren und sich vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Obwohl Mais als ursprünglich aus tropischen Regionen Mittelamerikas stammende Pflanze gut an derartige Bedingungen adaptiert ist, machen ihm anhaltende Temperaturen von z. T. deutlich über 30 °C zu schaffen.
Immer häufiger sind seit einigen Tagen nicht nur Zuckerrübenbestände mit schlaff am Boden liegenden Blättern oder zunehmende Trockenschäden im Weizen zu beobachten sondern auch viele Maisbestände, deren Pflanzen mit eingerollten Blättern Wassermangel und Hitzestress signalisieren. Das Einrollen der Blätter stellt dabei eine natürliche Schutzreaktion der Pflanzen dar, die so die Wasserabgabe über die Spaltöffnungen reduzieren und sich vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Obwohl Mais als ursprünglich aus tropischen Regionen Mittelamerikas stammende Pflanze gut an derartige Bedingungen adaptiert ist, machen ihm anhaltende Temperaturen von z. T. deutlich über 30 °C zu schaffen.
Aufgrund anfänglich guter, teils reichlicher Wasserverfügbarkeit in den ersten Wochen nach dem Auflaufen der Bestände, sind die Wurzeln der Pflanzen nur in verhältnismäßig flache Bodentiefen vorgedrungen. Da in diesen Tagen das kräftigste Längenwachstum und damit die üppigste vegetative Entwicklung der Pflanzen stattfinden sollten, ist der Wasserbedarf der Bestände z. Z. sehr hoch und wird vielerorts nicht gedeckt. Je nach Bodenart und Wasserführung der Standorte benötigt der Mais ca. 100 - 150 mm Niederschlag im Zeitraum Juli bis Anfang August. Die vereinzelten Gewitterereignisse der letzten Tage schaffen bislang nur regional eine leichte Entspannung der Situation.
Besonders problematisch zeigen sich Maisbestände, bei denen die Herbizidmaßnahmen nicht erfolgreich genug waren und Unkräuter und Ungräser jetzt zusätzlich mit dem Mais um das knappe Wasser konkurrieren.
Sofern die Möglichkeit besteht, sollten von Trockenheit gestresste Bestände beregnet werden. Beregnungsgaben von 20 - 25 Liter/m2 sind empfehlenswert. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sehr kaltes Beregnungswasser, ausgebracht bei extrem hohen Temperaturen, zur Zeit der Blüte negative Auswirkungen auf die Befruchtung und damit die spätere Kolbenausbildung haben kann.
Sascha Biermann
Gebietsleiter Schleswig-Holstein

