Erforschung von Kraftstoffen aus Restbiomasse
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird sich in der Erforschung der Verwendungsmöglichkeiten von Restbiomasse zur Herstellung von Kraftstoffen und Chemikalien sowie zur Strom- und Wärmeerzeugung beteiligen. Wie das KIT in der vergangenen Woche mitteilte, startet dazu das Projekt BioBoost Anfang 2012 mit einer Laufzeit von 3,5 Jahren. Neben Karlsruhe sind noch fünf weitere Forschungseinrichtungen und sieben Industriepartner aus ganz Europa bei BioBoost dabei. Im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms wird das Projekt mit insgesamt 5,1 Mio Euro unterstützt, Karlsruhe erhält knapp 1 Mio Euro. Bei der aktuellen Fragestellung sollen verschiedene energiereiche Zwischenprodukte biogenen Reststoffen hergestellt und mit Blick auf ihre Nutzbarkeit getestet und bewertet werden. Darüber hinaus geht es darum, die Wirtschaftlichkeit des gesamten Prozesses zu analysieren, die Logistikketten zu optimieren sowie die Umweltverträglichkeit zu untersuchen. In einem ersten Schritt soll die Restbiomasse wie beispielsweise Stroh in dezentralen Anlagen in Koks und Öl umgewandelt und damit energetisch verdichtet werden. Diese Produkte können dann an einem zentralen Standort zu Diesel, Benzin oder Flugkerosin, aber auch zu Methanol, Ethylen, Propylen bis hin zu Kunststoffen weiterverarbeitet werden.

